Architekturfotografie Frankfurt

Fototipps für Makler und Architekten

Fotografie, BildbearbeitungPatrick ZasadaComment

Aussagekräftige Innenräume fotografieren und bearbeiten für das perfekte Immobilien Exposé

Egal wie schön eine Wohnung oder ein Haus tatsächlich ist, auf den Fotos kommt das meistens nicht richtig zur Geltung. Dabei lässt sich eine Immobilie eigentlich ganz einfach in Szene setzten, man muss nur wissen wie! Gerade bei Immobilienanzeigen muss man mit erstklassigen Bildern überzeugen, die dich von der Masse abheben, um Interessenten entsprechend anlocken zu können. Schließlich ist das kleine Vorschaubild in der Suchanzeige, das erste was der potentielle Kunde zu sehen bekommt. Dieses muss Attraktiv wirken, damit der Interessent überhaupt erst auf die Anzeige klickt. Das hört sich sehr allgemein und banal an, letztlich will jeder „aus der Masse herausstechen“, doch tatsächlich ist es so, dass die meisten Bilder in den verschiedenen Portalen eher schlecht sind. Insofern haben Sie als Makler tatsächlich eine realistische Chance, durch wenig Aufwand Objekte schneller zu vermitteln.

Nehmen Sie sich Zeit zum Fotografieren. Auch dieser Fototipp klingt irgendwie überflüssig, ist aber essentiell. Selbstverständlich möchten Sie nicht lange stören, doch letztendlich liegt es auch im Interesse Ihres Auftraggebers, das Objekt möglichst schnell zu einem guten Preis zu verkaufen. Dafür sind gute Bilder essentiell. Am besten versuchen Sie einen Termin zu vereinbaren, zu welchem Sie komplett alleine und ungestört im Objekt sind. Dadurch machen Sie einerseits weniger Fehler, wie eine zu lange Belichtungszeit zu wählen und aus Versehen verwackelte oder zu dunkle Bilder zu produzieren. Andererseits haben Sie eine bessere Möglichkein um sich in Ruhe ein Raumgefühl zu verschaffen und Details zu fotografieren, die sie ansonsten übersehen hätten.

Achten Sie zudem darauf, dass der Bildausschnitt der Wohnung aufgeräumt aussieht. Für einen besseren Bildaufbau sollten Sie hin und wieder auch Möbel und Gegenstände verrücken. Dabei ist es egal ob die Anordnung der Möbel beim Betreten des Raumes sinnvoll erschein oder nicht. Wichtig ist nur, wie es auf dem Kameradisplay aussieht. Auch wenn man ansonsten Gegenstände anschneiden würde, müssen Gegenstände bewegt werden. Schließlich ist es unschön, wenn eine Tischecke angeschnitten ist, weil nicht alles aufs Bild gepasst hat. Denken Sie auch daran die Kamera gerade zu halten, stürzenden Linien am Bildrand sehen unschön aus. Machen Sie also nicht den Fehler und vermeiden Sie es die Kamera zu kippen.

Das wichtigste im Bereich der Immobilienfotografie ist es, den Bildausschnitt perfekt zu wählen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass alle aussagekräftigen Details in einem möglichst weitwinkeligen Bild eingefangen werden. Denn neben dem Inhalt ist die Darstellung besonders wichtig. Hier kommen wir auf die richtige Perspektive, den optimalen Standpunkt, den Winkel und allgemein auf die Bildgestaltung und Komposition zu sprechen. Dazu hatte ich bereits einen Beitrag geschrieben, diesen finden Sie hier…

Erfahrungsgemäß entstehen die schönsten Perspektiven aus den Zimmerecken, fotografieren Sie also zuerst von dort. Bei Außenaufnahmen sollte man ähnlich vorgehen und das Haus eher von der Seite fotografieren, als frontal von vorne. Die beste Zeit zum Fotografieren ist Morgens oder Abends, Nachmittags sind hingegen die Schatten oft zu hart wenn die Sonne direkt in die Räumlichkeiten scheint.

Architekturfotografie und Räume fotografieren

Innenräume mit hellem Fenster fotografieren – Tipps für einen klaren Durchblick

Innenaufnahme Büro Fototipp

Zwar sollte man es vermeiden tagsüber während der prallen Mittagssonne zu fotografieren doch manchmal gfeht es eben nicht anders. Mit diesem Fototipp erhält man dennoch sehr schöne und ansehnliche Ergebnisse. Gerade bei Innenräumen und großen Fenstern gibt es ein Problem: Das Foto ist entweder zu dunkel oder zu hell. Fortgeschrittene, welche mit dem manuellen M-Modus der Kamera vertraut sind, würden jetzt selbst nachjustieren und eine mittlere Einstellung probieren. Doch selbst dann, wären die Fenster viel zu hell und draußen wäre der schöne Ausblick nicht erkennbar. Gleichzeitig wäre der Innenraum viel zu dunkeln, in einigen Bereichen sogar schwarz. Dies ist eine mittlere Katastrophe. Was machen wir also mit Fenstern bei Innenaufnahmen? Klar, könnte man die Vorhänge jetzt schließen, aber eigentlich soll die schöne Aussicht auf den Garten ja gezeigt werden…


Beispiel einer unbearbeiteten Bilddatei vs. Ergebnis der automatischen Korrektur mit Preset in Aurora HDR 2019 :

Im Originalfoto ist der Innenraum zu dunkel, während die Bereiche draußen sehr hell sind. Beispielsweise sind in der Häuserfassade gegenüber keine Details mehr enthalten. Die Automatikfunktion aus Aurora HDR 2019 löst das Problem dagegen sehr gut.


Wenn man im Rohdatenformat (RAW) fotografiert, lassen sich zu dunkle oder zu helle Bereiche flexibel korrigieren. Aber auch die Tiefen und Lichter Einstellungen stoßen dabei an ihre Grenzen. Bei Innenaufnahmen mit Fenstern gibt es eigentlich nur eine Chance: Belichtungsreihen. Das heißt wir stellen die Kamera auf ein Stativ und machen exakt das gleiche Bild mehrmals, aber mit unterschiedlichen Helligkeiten. Dazu fotografieren wir ein mittleres, ein zu dunkles und ein überbelichtetes Bild. Keine Angst, das ist gar nicht so viel Arbeit: Viele Kameras machen dies über die Bracketing Funktion automatisch. Das zu helle Bild nehmen wir für die Schatten, aus dem dunklen Bild erhalten wir die Details für den Himmel Außenbereich und das mittlere Bild eignet sich für die meisten Sachen im Zimmer. Und auch hier muss man keine Sorge davor haben alles müheselig zusammenschneiden zu müssen, denn auch dafür gibt es Programme die alles vollautomatisch übernehmen. Zu helle Fenster auf Fotos korrigieren ist ganz einfach.

Bildbearbeitung: Zu helles Fenster bei Innenaufnahmen wie ausgleichen oder korrigieren

Und welches Programm sollte man nutzen?

Nun gibt es viele verschieden Bildbearbeitungsprogramme mit unterschiedlichen Stärken und Schwären, da ist es nicht einfach den Überblick zu behalten. Ich selbst nutze die vollständige Creative Cloud von Adobe mit Lightroom und Photoshop. Dafür zahle ich aktuell aber auch 1.142€ im Jahr, außerdem sind die Programme sehr umfangreich und damit für Anfänger ggf. zu kompliziert. Es gibt aber noch geeignetere und günstigere Programme. Neben Photoshop und Lightroom nutze ich selbst noch Luminar und Aurora HDR von Skylum. Die Kombination dieser beiden Programme liefert mir ein paar Möglichkeiten, die ich in Lightroom nicht habe.

Aurora HDR 2019 ist für unseren speziellen Fall das perfekte Bildbearbeitungsprogramm. Es ist günstig im Anschaffungspreis, hat viele Funktionen und ist für Anfänger leicht und intuitiv zu bedienen. Quasi das perfekte Programm für Einsteiger oder Makler mit wenig Zeit. Außerdem löst es unser Problem mit den zu hellen Fenstern und dem zu dunklen Innenraum innerhalb weniger Sekunden, mit nur einem Klick. An dieser Stelle möchte ich nicht auf die Einzelheiten und Besonderheiten von Luminar 2018 und Aurora HDR 2019 eingehen, da ich meine Tipps und Tricks zu diesen Programmen in meinen Tutorials zeige:

In dieser Playlist findet Ihr eine Reihe verschiedener Tutorials zu den Programmen Lumnair 2018 und Aurora HDR 2019 (Oben links über das Listen-Symbol einfach das jeweilige Video auswählen)

Bei Interesse ist für beide Programme eine 14-tägige Testversion kostenlos erhältlich. Insbesondere Aurora HDR 2019 ist unverzichtbar, wenn es darum geht helle Fenster zu korrigieren und den Außenbereich sichtbar zu machen. Selbst mit Photoshop bekommt man ein vergleichbares Ergebnis kaum hin, und schon gar nicht in so einer kurzen Zeit.

Hier kommt Ihr zur Produktseite:

Über den Rabattcode PATRICK bekommt Ihr für jedes Programm einen Nachlass von je 10€.

 

Welche Kamera brauche ich?

Auch hierzu habe ich in der Vergangenheit bereits einen Artikel geschrieben. Für Anfänger oder Makler würde ich eine kleine kompakte spiegellose Systemkamera mit APS-C Sensor (Hier geht’s zur Kamera) empfehlen. Der Vorteil dieser Kamera liegt im kleinem, leichten und kompaktem Gehäuse. Gleichzeitig ist die Kamera günstig und auch die Objektive sind nicht teuer. Zudem lassen sich nahezu alle Objektive mit einem Adapter verwenden und die Bildqualität ist mit der Qualität von großen Spiegelreflexkameras vergleichbar. Die Robustheit und Akkulaufzeit ist einer teuren Spiegelreflexkamera unterlegen, aber das sollte für die Immobilienfotografie ohnehin kein Ausschlusskriterium sein.

Selbstverständlich können Sie mich auch gerne für einen Lehrgang zur Architektur- und Immobilienfotografie buchen. Kontaktieren Sie mich gerne einfach und unverbindlich.