Architekturfotografie Frankfurt

Welche Kamera brauche ich?

Spiegelloses Systemkamera vs. Spiegelreflex (DSLR)

Für welches System ihr euch entscheidet ist im Grunde genommen egal, beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Spiegellose Systemkameras sind bei gleicher Sensorgröße und Bildqualität deutlich kleiner und leichter. Gleichzeitig gibt es im Sucher wesentlich besserer Möglichkeinen der Anzeige von Systeminformationen. Das Focus-Peaking von Sony ist ein solches Beispiel der besseren Anzeige: Beim manuellen Fokussieren werden scharfe Bildbereiche farbig hervorgehoben. Eine ähnliche Funktion gibt es bei DSLRs zwar ebenfalls, allerdings muss hier ein Fokuspunkt ausgewählt werden und in der unteren Anzeigeleiste blinkt i.d.R. ein Punkt auf sobald das Bild am ausgewählten Punkt scharf ist. Die Darstellungsmöglichkeit dieser Funktion ist bei Systemkameras daher besser gelöst. Beim Autofokus sind DSLRs meistens wesentlich schneller, und insbesondere unter schlechten Lichtbedingungen genauer. Hier befinden sich am absoluten Bildrand allerdings keine Fokusmesspunkte. Bei Systemkameras sind dafür hingegen oft mehr Fokusmesspunkte vorhanden, welche das Bild bis in die letzte Ecke abdecken, dafür sind diese wie gesagt, nicht ganz so schnell und genau. Ein Nachteil von Systemkameras ist die vergleichsweise geringe Akkulaufzeit, da der Sensor ständig eingeschaltet sein muss um ein Bild an einen kleinen Monitor im Sucher zu liefern. DSLRs lösen dieses Problem rein optisch, verbrauchen nicht durchgehen Strom und haben somit eine bis zu 20-mal längere Akkulaufzeit. Der Spiegel in einer DSLR stellt zudem einen physischen Schutz des Sensors dar, er verdeckt diesen und verhindert dass Schmutz auf den Sensor kommt, was durch häufiges Wechseln des Objektivs passieren kann. Die hohe Akkulaufzeit von Spiegelreflexkameras ist für mich bisher das Hauptargument nicht auf Systemkameras zu wechseln, da ich oft in Gegenden unterwegs bin in denen ich innerhalb von zwei bis drei Wochen nicht dazu komme die Akkus nachzuladen.

 

Die Sensorgröße

Da Ihr auf meiner Seite gelandet seid, gehe ich davon aus, dass ihr vor habt euch ernsthaft mit der Fotografie zu beschäftigen. Insofern gehe ich nicht auf die eingebauten Kameras von Handys ein und auch kleine Kompaktkameras werde ich an dieser Stelle auslassen. Die kleinen Kameras sind zwar durchaus in der Lage unter optimalen Lichtbedingungen sehr schöne Fotos zu machen, allerdings haben diese physikalisch beding eine hohe Tiefenschärfe, die nicht immer gewollt ist. Somit liegt der Hauptunterschied zwischen den kleinen „Knipsen“ und den richtigen Kameras in der Möglichkeit mit Tiefenschärfe bzw. Unschärfe (Bokeh) zu spielen, Kameraeinstellungen manuell vorzunehmen und natürlich in der besseren Bildqualität. In diesem Zusammenhang werden wir zwangsläufig mit dem Thema der Sensorgröße als Erstes konfrontiert. Für die diversen Größen werden Begriffe wie z.B. 1/3,2“, Four-Thirs, APS-C (DX), Vollformat (FX) und Mittelformat verwendet. Bzgl. der Verfügbarkeit von Wechselobjektiven bieten APS-C und Vollformatkameras die größte und beste Auswahl von Optiken mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an, daher werde ich im Folgenden lediglich diese beiden Systeme näher unter Betracht ziehen.

Eine APS-C Kamera unterscheidet sich von einer Vollformatkamera in der Sensorgröße. Eine Vollformatkamera weist eine Sensorgröße von 36·24 mm auf, während eine APS-C Kamera eine Größe von 22,2·14,8 mm bzw. von 23,7·15,6 mm (bei Nikon DX) hat. Aufgrund des kleineren Sensors werden APS-C Kameras auch als Crop-Kameras bezeichnet. Dies rührt daher da bei Verwendung desselben Objektivs, der Bildausschnitt auf einer APS-C Kamera kleiner erscheint; so als wäre das Bild beschnitten worden. Der Effekt ist mit dem digitalen Zoom vergleichbar, nur das Crop-Kameras, aufgrund der höheren Pixeldichte, nicht zwangsläufig eine geringere Auflösung aufweisen. Des Weiteren nutzen APS-C Kameras den Sweet-Spot eines Objektivs besser aus. Jedes Objektiv hat am Bildrand eine etwas schlechtere Abbildungsleistung als in der Bildmitte. Zum Rand nehmen die Schärfe und der Kontrast ab, zudem ist die Verzeichnung am Rand größer und das Bild wirkt etwas dunkler (Vignettierung). Bei APS-C Kameras wird dieser dunkle unscharfe Rand „abgeschnitten“, wodurch die Abbildungsleistung insgesamt gleichmäßiger erscheint. Allerdings gibt es sehr gute und teure Objektive, bei denen dieser Effekt nicht wirklich sichtbar ist. In einem anderen Blog-Artikel gehe ich ein wenig detaillierter auf den sogenannten Crop-Faktor ein.

Davon abgesehen haben Vollformatkameras aufgrund des größeren Bildsensors (theoretisch) eine bessere Bildqualität. Ob das auch in der Praxis auch so ist, können wir anhand folgender technischer Daten vergleichen:

Quelle: Chip.de

 
 

Und tatsächlich hat die Vollformatkamera D810 die besten Werte bzgl. der Bildqualität. Allerdings lässt sich dadurch nicht pauschalisieren, dass Vollformatkameras grundsätzlich besser seien, denn bei der D750, welche ebenfalls eine aktuelle Vollformatkamera ist, sehen die Werte nicht ganz so gut aus. Hinsichtlich der Auflösung bei ISO 100 übertrifft die Nikon D7200 die D750 und bei ISO 3200 ist der Unterschied eher gering. In Bezug auf die Detailtreue lässt sich bei niedrigen ISO Werten kein Unterschied zwischen APS-C und Vollformat ausmachen. Beim Dynamikumfang sieht das genauso aus.

Hier weist die APS-C Kamera D7200 bei ISO 800 sogar einen Spitzenwert von 9,3 Blendenstufen auf. Bei ISO 100 hat die APS-C Kamera D3300 das niedrigste Rauschverhalten. Die Nikon D7200 unterscheidet sich diesbezüglich nicht von den Vollformatmodellen.

Allerdings sind die APS-C Modelle bei hohen ISO-Werten den Vollformatmodellen fast ausnahmslos unterlegen. Unter schlechten Lichtbedingungen ist eine Vollformatkamera unverzichtbar!

Da man in der Architekturfotografie ohnehin hauptsächlich tagsüber und mit einen Stativ arbeitet, wird man selten in Versuchung kommen den ISO über einen Wert von 250 einzustellen. Daher ist es hinsichtlich der Bildqualität nahezu unbedeutend welches System man nutzt.

Doch welchen Einfluss hat die Größe des Bildsensors auf die Bildgestaltung? Bei APS-C Kameras erscheint das Bild aufgrund des kleineren Sensors beschnitten. Wie groß der Effekt ist, lässt sich mittels des Crop-Faktors berechnen. Der Faktor von APS-C zu Vollformat beträgt 1,5. Bei Teleobjektiven kann das von Vorteil sein, da man so noch näher an das Motiv herankommt. Nutzt man ein 300mm Objektiv an einer APS-C Kamera, so entspricht das dem Bildausschnitt, dem eines 450mm Teleobjektivs an einer Vollformatkamera. Bei Weitwinkelaufnahmen ist dieser Crop-Faktor theoretisch von Nachteil, da das Bild weniger weitwinklig erscheint. Zum Glück gibt es inzwischen Weitwinkelobjektive die eigens für APS-C Kameras konstruiert worden sind, sodass man auch mit solchen Kameras extrem weitwinklige Perspektiven nutzen kann.

APS-C Kameras haben aufgrund des Crop-Faktors eine höhere Tiefenschärfe und somit ein geringeres Freistellungspotential bei Offenblende, was in der Portraitfotografie von Nachteil sein kann, in der Architekturfotografie aber eher ein Vorteil ist. Da es allerdings erschwingliche Objektive mit Blendenwerten von f1.4 (und größer) gibt, ist das geringere Freistellungspotential in meinen Augen kein gravierender Nachteil des Systems. In der Architekturfotografie nutze ich eine Offenblende ohnehin eher selten.


Vorteile einer APS-C Kamera:

  • Vergleichbare Bildqualität bei niedrigen ISO Werten
  • Ausnutzung des Sweet-Spots eines Vollformatobjektivs
  • Höhere Tiefenschärfe
  • 1,5 mal weiter im Telebereich
  • Generell mehr Objektive nutzbar (Alle FX Objektive passen an DX Kameras)
  • Günstiger, leichter und kleiner

Vorteile einer Vollformatkamera:

  • Bessere Bildqualität bei hohen ISO Werten
  • Bessere Low-Light Performance
  • Höheres Freistellungspotential
  • Größere Auswahl an hochwertigen Weitwinkelobjektiven

Unterschiedliche Preisklassen im Vergleich

Nikon D3300 – Bestes Einstiegsmodell mit hoher Auflösung (Verlinkt: Einfach in die Überschrift klicken)

Für ca. 320€ (ohne Objektiv), bzw. für knappe 400€ im Kit, ist diese Kamera bereits zu haben. Man kann zwar mehr Geld ausgeben, muss es aber nicht… Diese DSLR bietet alles was eine Kamera haben muss. Ihre 11 Autofokus Messfelder sind für die meisten Motive ausreichend. Mit ihren 24MP liefert sie eine Bildqualität, welche mit wesentlich teureren Modellen vergleichbar ist und die RAW-Dateien können mit einer Farbtiefe von 12 Bit abgespeichert werden. Im Vergleich zur D7200 gibt es dennoch einige Nachteile, so gibt es für Langzeitbelichtungen keine Möglichkeit der Spiegelvorauslösung (Im Weitwinkelbereich ohnehin nicht zwingend erforderlich) und auch Belichtungsreihen sind manuell durchzuführen, was eine leichte Verwacklungsgefahr mit sich führt und im Zweifel länger dauert. Des Weiteren muss man für viele Funktionen Tastenkombinationen durchführen oder sich umständlich durchs Menü klicken. Eine Abblendtaste zur Kontrolle der Tiefenschärfe ist nicht vorhanden und das Sucherbild ist relativ klein. Auch die Verarbeitungsqualität befindet sich nicht auf dem Niveau teurer Modelle, was sich negativ auf die Lebensdauer auswirkt. Nach knapp 2 Jahren und 30.000 Auslösungen hat meine D3300 letztendlich den Geist aufgegeben. Möglicherweise war dies aber auch einfach nur Pech; normalerweise sollte diese ca. 100.000 Auslösungen durchhalten. Nichtsdestotrotz kann ich diese Kamera für Einsteiger ausdrücklich empfehlen! Zwar fehlen hier einige Funktionen, aber es ist durchaus möglich hier zu improvisieren und sich anders zu helfen. Wer eine günstige Kamera mit hoher Auflösung und top Bildqualität such wird hier fündig.

 

Nikon D5500 – Hobbymodell mit interessanten Features

Für ca. 600€ bekommt ihr eine Kamera die der D3300 relativ ähnlich, aber deutlich teurer ist. Eine Abblendtaste ist z.B. immer noch nicht vorhanden. Diese Kamera bietet einige zusätzlich Funktionen, wie z.B. die Spiegelvorauslösung, allerdings muss man sich hier immer noch umständlich durch das Menü klicken; immerhin kann man dies auf einem Touchscreen tun.

Für Hobbyfilmer ist der neig- und klappbare Monitor ganz praktisch, des Weiteren hat die Kamera ein eingebautes WLAN Modul zum Versenden von Bildern an Smartphones oder Notebooks. Ob man diese Funktionen braucht sei mal dahingestellt. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Bedienung und auch der Autofokus besser sind als bei der D3300.

 

Nikon D7200 – Mittelklasse mit Top Preis-Leistungs-Verhältnis

Für 950€ bekommt ihr die Kamera mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese Kamera hat ein Autofokus-Modul aus dem Profi-Segment mit 51 Messfeldern wodurch sogar eine präzise Motivverfolgung unter schlechten Lichtbedingungen möglich ist. Die Kamera verfügt über einen eingebauten Motor mit welchem sich über die AF-Kupplung ältere AF-Objektive ohne internen Antrieb automatisch fokussieren lassen (Dies ist mit der 3000er & 5000er Modellen nicht möglich). Des Weiteren verfügt dieses Modell über einen wesentlich größeren Sucher durch den man angenehm gucken kann, ist sehr robust gebaut und sogar spritzwassergeschützt. Neben dem Auslöser ist ein zusätzliches kleines und stromsparendes TN-LCD Display angeordnet. Eine Abblendtaste zur Kontrolle der Tiefenschärfe ist ebenfalls vorhanden. Durch eine größere Anzahl an Bedienelementen lassen sich nahezu alle Funktionen sehr schnell erreichen, ohne dass man sich hierfür langwierig durch das Menü klicken muss. Im Menü gibt es dennoch zusätzliche Einstellmöglichkeiten, so kann man Zeitrafferaufnahmen erstellen oder beim Selbstauslöser die Anzahl der Bilder und den zeitlichen Abstand zwischen Ihnen vorgeben. Die Bildqualität ist geringfügig besser als bei den günstigen Modellen und die RAW-Dateien werden mit einer Farbtiefe von 14 Bit abgespeichert. Des Weiteren liefert diese Kamera eine ordentliche Serienbildgeschwindigkeit von max. 7 Bildern/sec, sie Verfügt über WLAN & NFC und bietet Platz für zwei SD-Speicherkarten, sodass man im Notfall immer auf eine Sicherungskopie zugreifen kann, falls eine SD-Karte den Geist aufgeben sollte. Die D7200 von Nikon ist zweifelsfrei meine Lieblingskamera!

 

Nikon D500 – Teures Profimodell im APS-C Format

Für 2400€ bekommt man eine Kamera die etwas besser ist als die D7200. Zwar bietet diese mit 21MP eine geringere Auflösung an, dafür lässt dich der ISO-Wert ordentlich hochschrauben, was zu besseren Aufnahmen im Dunkeln führt. Das Autofokusmodul ist mit 153 Messfeldern deutlich besser als das der D7200 und auch die Serienbildfunktion ist mit 10 Bildern/sec schneller. Zudem lassen sich mit der D500 Videos in 4K Qualität aufzeichnen. Ob das den Mehrpreis rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Nikon D5 stellt quasi die Vollformatversion der D500 dar und kostet circa. 7.000€.

 

Nikon D750 – Vollformat für ambitionierte Fotografen

Ein Modell welches mit der günstigen D5500 vergleichbar ist, aber eben als Vollformatversion für gute 1.600€. Die Bilder sind nicht wirklich schärfer als beim APS-C Modell D7200 und auch von der Ausstattung her hat diese Kamera nicht mehr zu bieten: So beträgt die minimale Belichtungszeit gerade einmal 1/4000sec; die D7200 lässt sich hingegen auf sogar 1/8000sec runterregeln. Wer eine bessere Alternative zur D5500 sucht, auf ein Klappdisplay nicht verzichten möchte und überwiegend im Dunkeln fotografiert wird mit dieser Kamera glücklich. Ansonsten würde ich eher zur D7200 raten, da diese bei niedrigen ISO-Werten und guten Lichtverhältnissen oft bessere Ergebnisse liefert. Falls man nicht so häufig höhere ISO-Werte benutzt und dennoch ein Klappdisplay wünscht ist ein Griff zur D5500 ebenfalls nicht verkehrt, allerding ist hier die Bedienung umständlicher als bei der D750 oder D7200.

 

Nikon D810 – Hochauflösendes Profimodell für Berufsfotografen

Mit der D810 ist Nikon eine sehr gute Vollformatkamera gelungen. Mit ihren sensationellen 36,3MP liefert diese Kamera mit Abstand die schärfsten und detailreichsten Bilder. Von der Ausstattung her ist sie durchaus mit der D7200 vergleichbar, nur dass diese eben eine höhere Auflösung hat und gleichzeitig bessere Ergebnisse bei höheren ISO-Werten liefert. Mit dieser Kamera fotografiere ich immer gerne! Kostenpunkt: ca. 2.600€

 

Nikon D80 – Günstige Alternative für Unentschlossene

Die D80 ist kein aktuelles Modell und daher nur noch gebraucht zu erwerben. Üblicherweise kann man diese Kamera auf Ebay für ca. 130€ (ohne Objektiv) bekommen, das Kit-Objektiv (18-55mm) kostet gebraucht um die 50€. Von der Bedienung her ist sie durchaus praktisch konstruiert und mit der D7200 vergleichbar. Allerdings lässt diese nicht ganz so hohe ISO-Werte wie moderne Modelle zu und bietet eine Auflösung von lediglich 10MP, was jedoch meistens absolut ausreichend ist! Auch einen Live-View Modus gibt es hier nicht. Allerdings ist diese Kamera dennoch ein hervorragendes Modell und bietet einen sehr guten, professionellen und bezahlbaren Einstieg in die Spiegelreflex-Fotografie. Von der Verarbeitung her ist sie auch deutlich besser als die D3300. Wer also keine 24MP benötigt, sollte ggf. lieber zu einer gebrauchten Nikon D80 greifen.

 


Da ich selbst überwiegend Immobilen und Gebäude fotografiere habe ich bei dieser Bewertung Eigenschaften wie z.B. die Serienbildgeschwindigkeit, den Autofokus oder die Low-Light-Performance weniger stark unter Betracht gezogen.

Selbstverständlich bieten andere Hersteller, wie z.B. Canon, ebenfalls gute Kameras an. Allerdings bin ich Nikon User und kann lediglich Empfehlungen für Produkte aussprechen mit denen ich selbst gearbeitet habe. Als Fazit kann ich zusammenfassend sagen, das die Wahl der Kamera oft überbewertet wird, da diese sich überwiegend in Komfort & Geschwindigkeit und nur selten in der Bildqualität voneinander unterscheiden.

Zwischen Canon und Nikon gibt es dennoch einen kleinen Unterschied den ich an dieser Stelle loswerden möchte, weil ich denke, dass der in der Kaufentscheidung eine Rolle spielen sollte: Canon hat vor einiger Zeit das Anschlusssystem der Objektive geändert, somit sind alte Canon-Objektive an aktuellen Kameras nicht mehr nutzbar. Zwar gibt es Adapterringe, allerdings lässt sich mit diesen der Fokus nicht mehr auf Unendlich einstellen. Nikon hingegen hat das alte Anschlusssystem beibehalten. Somit könnt ihr sehr alte Objektive für wenig Geld gebraucht kaufen und nutzen. Die alten Linsen sind optisch nicht unbedingt schlechter als die neuesten Modelle! Allerdings funktionieren diese oft zu 100% manuell, d.h. es gibt keinen Autofokus oder Bildstabilisator. Falls ihr so wie ich überwiegend Architektur oder Portraits, Stillleben, etc. fotografieren möchtet, bietet Nikon euch die Möglichkeit an sehr viel Geld zu sparen ohne dass ihr dabei bei der Bildqualität Abstriche machen müsst. Interessiert ihr euch hingegen für Action-, Wildlife- und Sportfotografie solltet ihr evtl. Canon genauer unter Betracht ziehen, da diese innerhalb derselben Preisklasse oft ein geringfügig besseres Autofokussystem anbieten.

Da Nikon und Canon Marktführer sind bietet es sich an, sich für eines dieser Systeme zu entscheiden. Andere Hersteller haben in der Regel ein kleineres Sortiment an Objektiven und Zubehör. Insofern sind bei anderen Herstellern, aufgrund des geringeren Angebotes, gebrauchte Objektive meistens teurer.

 

Falls Ihr mehr solcher Beiträge lesen möchtet, würde ich mich über Unterstützung in Form einer Spende freuen :)

Widget is loading comments...