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Einstieg in die Infrarotfotografie - Perfekt für Fine Arts

Für Fortgeschrittene, Fine ArtPatrick ZasadaComment

Die Infrarotfotografie hat mich fasziniert. Wie der Name schon sagt fotografieren wir nicht, im für das menschliche Auge sichtbaren Lichtspektrum, sondern im infraroten Licht. Das sorgt für besonders mystische Fotos, da wir Lichter einfangen die normalerweise für das menschliche Auge verborgen bleiben. Im Infrarotem Licht wirkt ein wolkenloser blauer Himmel beispielsweise nahezu schwarz, während grüne Blätter und Wiesen fast weiß strahlen, da diese das infrarote Licht besonders stark reflektieren. Im Grunde genommen sind alle Farben anders und auch die Lichter & Schatten, sowie die Helligkeitsverläufe wirken anders.

Infrarotfotografie Westhafen Frankfurt
Fine Art Infrarot Frankfurt Architekturfotografie

Für mich stellt die Infrarotfotografie die perfekte Ergänzung zur Fine Art Fotografie dar.

 

Was ist Fine Art Fotografie?

Die Fine Art Fotografie ist eine zumeist monochrome Abstrahierung der Realität. Diese zeichnet sich durch die Prävisualisierung des Bildes vor der eigentlichen Aufnahme aus und zieht sich wie ein roter Faden von den ersten Überlegungen, über die fotografische Technik bis hin zur Art der Bildbearbeitung.

Die Prävisualisierung der Umgebung ist ein essentieller Bestandteil der Fine Art Fotografie und bedeutet nichts anderes, als dass der Fotograf sich bereits vor Ort das fertige Bild vorstellt und entsprechend vorgeht, um seine Vorstellung später realisieren zu können. Es geht nicht darum die Realität abzubilden oder diese zu dokumentieren, sondern darum seine künstlerische Vision auf Papier zu bringen. Die Fine Art Fotografie ist irgendwo zwischen Fotografie, Kunst und Malerei einzuordnen. Im Schaffungsprozess wird nach der Vorstellung des Fotografen ein Bild „gezeichnet“. Dazu ist es jedoch notwendig, vom Motiv derart fasziniert zu sein und dieses anders wahrzunehmen als andere. Le Corbusier, einer der einflussreichsten Architekten der modernen Architektur schrieb:

„Architektur ist das kunstvolle, korrekte und großartige Spiel der unten dem Licht versammelten Baukörper.“

Und genau diese Vision gilt es als Fine-Art-Fotograf einzufangen und zu visualisieren! Was für Architektur gültig ist, gilt ebenso für Landschaften. Dabei sollte man sich folgende Fragen stellen: Wodurch zeichnet sich das Motiv aus? Was sind die Besonderheiten der verschiedenen Formen im Bild? Wie verhält sich das Motiv unter sich ändernden Lichtverhältnissen? Wie erzeugen verschieden Formen Kontraste zwischen Licht und Schatten? Wie verhält es sich mit Reflektionen, Spiegelungen und Absorptionen und welche Wirkung wird durch diese erzielt?

Nach Beantwortung dieser Fragen stellt sich die Frage nach der Selektion des Bildes in die wesentlichen Bestandteile. Minimalismus ist ein besonderer Aspekt der Fine Art.

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ - Antoine de Saint-Exupéry

Und genau darin ist auch begründet, weshalb es keiner Farben benötigt um die Übergänge zwischen Licht und Schatten darzustellen. In der Fine Art Fotografie wird daher überwiegend auf Schwarzweiß-Aufnahmen gesetzt. Dabei spielen auch Langzeitbelichtungen eine besondere Rolle. Minimalismus wird vor allem durch sanfte Verläufe erreicht. Eine lange Belichtungszeit sorgt beispielsweise für wesentlich weichere Übergänge zwischen Licht und Schatten. Gleichzeitig verschwinden kleine harte hochfrequente Strukturen im Himmel zugunsten eines harmonischen minimalistischen Bildes. Vögel, Flugzeuge und kleine Wolkenfetzen werden unsichtbar, größere Wolken verlieren an Struktur und verwischen sanft. Das Bild wird durch das Verschwinden störender Elemente, wie beispielsweise von Passanten, ein wenig minimalistischer, gleichzeitig wird Bewegung eingefangen und das Bild wirkt dynamischer. Mithilfe fotografischer Techniken ist es also möglich das Bild in Richtung der ursprünglichen Vorstellung des Fotografen zu bewegen. Die Infrarotfotografie stellt eine weitere Möglichkeit dar die ursprüngliche Vision auf den Chip zu bannen. Im Infraroten Bereich erscheint der blaue Nachmittagshimmel dunkler, sodass der Fokus auf das Motiv gelenkt wird. Gleichzeitig fangen Pflanzen im Sonnenlicht an besonders hell zu strahlen, was für eine besonders surreale Bildwirkung sorgt.

Typisches Fine-Art Bild. Die Bildbearbeitung nahm ca. 9h in Anspruch

Typisches Fine-Art Bild. Die Bildbearbeitung nahm ca. 9h in Anspruch

Genauso wenig wie sich die Vorstellung eines jeden Künstlers klar definieren lässt, da jedes Individuum unterschiedliche Ideen hat, lässt sich das Genre der Fine Art exakt beschreiben. Fine Art kann alles sein! Eines ist Fine Art jedoch nicht: Es ist keine pure Abbildung der Realität. Der Anspruch ist es die Ideen eines Fotografen und seine Vorstellung in ein Bild auf ästhetische Art umzusetzen. Fine Art ist also kein Schnappschuss, sondern ist von Anfang an geplant: Von der Fotografie bis zur Bearbeitung. Es kommt darauf an bereits vorher zu wissen, wie das Bild am Ende aussehen soll. Insofern benötig Fine Art auch ein gewisses Maß an Professionalität um seine Vorstellungen entsprechend in die Tat umsetzen zu können. Ein gutes Bild benötigt eine Vision, sodass sich die Emotionen des Künstlers im Bild widerspiegeln und der Betrachter die persönliche Sicht des Künstlers erfährt.

Fine Art ist also keine Abbildung der Realität, sondern eine visualisierte subjektive Wahrnehmung derselbigen. Und kaum eine andere Technik vermag es so nah an die Fine Art Fotografie heranzukommen wie das Fotografieren im infrarotem Licht.

Die oberen beiden Bilder zeigen völlig unbearbeitete Infrarot Aufnahmen, wie sie direkt aus der Kamera kamen. Die perfekte Arbeitsgrundlage für richtige Fine Arts! Leider lassen sich Infrarotaufnahmen nicht mit jeder Kamera realisieren. Im Vorfeld ist oft ein Umbau nötig.

Der Umbau zu einer IR geeigneten DSLR

Für dem Kameraumbau empfehle ich eine etwas ältere Kamera zu verwenden, bei dem man einen Verlust im Fall des Falles verkraften könnte.

Günstige Kameras sind z.B.

Des Weiteren benötigt Ihr noch geeigneten VIS-Sperrfilter oder Infrarotfilter: