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RAW vs. JPEG - Unterschiede im Speicherformat

Patrick ZasadaComment

Da wir insbesondere während der Blauen Stunde oft Motive mit einem großen Dynamikumfang fotografieren, versteht es sich von selbst, dass wir in RAW, also im Rohformat, fotografieren müssen.

Der Nachteil des RAW Formates ist, dass die Dateien in der Regel sehr groß sind. Ein Foto kann durchaus schon mal 30 MB beanspruchen. Allerdings sollte dies in Zeiten, in denen es 64 GB SD-Speicherkarten für unter 30€ zu haben gibt, kein allzu großes Hindernis mehr darstellen. Des Weiteren benötigt man zum Öffnen von RAW Dateien eine spezielle Software wie z.B. Adobe Lightroom, Photoshop, oder RAW Therapee. Unbearbeitete RAW Dateien sehen, im Vergleich zu JPEGs, in der Regel etwas flau und unscharf aus. Dies liegt daran das JPG bzw. JPEG Dateien nicht unbearbeitet sind; diese werden von der Kamera vollautomatisch optimiert, nachgeschärft und anschließend komprimiert. Bei RAW Dateien muss man diese Korrekturen manuell vornehmen. „Unbearbeitete Fotos“ gibt es somit strenggenommen nicht.

Das RAW Format bietet den Vorteil, dass es alle vom Sensor erfasste Informationen, enthält. Dies ist auch der Grund hierfür, weshalb die RAW Dateien so groß sind. Der Dynamikumfang und die Farbtiefe sind wesentlich umfangreicher, somit enthält eine RAW Datei mehr Nuancen, was eine verlustfreie Nachbearbeitung ermöglicht. Da die Kamera die Bilder nicht manipuliert, wie dies bei JPEGs der Fall ist, hat man eine wesentlich größere Kontrolle über das Bild. Da JPEGs verlustbehaftet komprimiert werden, lassen sich die Farb- und Tonwerte, in der Nachbearbeitung, nicht wirklich optimieren, ohne das ein sichtbarer Qualitätsverlust auffällt. Das ist bei RAW-Dateien anders. Hier lassen sich selbst über- oder unterbelichtete Fotos „retten“ und der Weißabgleich kann nachträglich geändert werden. Selbst der Kameralook ist nicht endgültig. Hat man diesen beispielsweise auf SW gestellt, kann man aus dieser RAW Datei immer noch ein Farbbild machen. Nach der endgültigen Bearbeitung sollte man die Datei nun in das JPEG (Für Web) oder TIFF (Für Druck) Format konvertieren. Wie man Bilder bearbeitet zeige ich Euch ausführlich auf meinem Youtube Channel „ZasadaPictures“.