Architekturfotografie Frankfurt

Das Buch: Immobilien richtig fotografieren - von Patrick Zasada (2019)

 

Der Autor beginnt im Fotografie Buch mit einem detaillierten Abriss zur Ausrüstung und erklärt, wobei es bei Kameras und Objektiven zu achten gilt: Mikrokontrast & 3D Pop, Schärfe, Verzeichnung und Farbwiedergabe stellen hierbei nur einige Beispiele dar. Auch fotografische Grundlagen kommen nicht zu kurz – ETTR und die richtige Belichtung stehen exemplarisch dafür. Danach dreht sich alles um die perfekte Bildkomposition, maximale Symmetrie und dem richtigen Standort. Fortgeschrittene Techniken wie der Umgang mit Tilt-Shift-Objektiven, HDRs und Langzeitbelichtungen, 360°-VR-Panoramen und wertvolle Kreativtipps runden das Ganze Lehrbuch ab. Zur Inspiration dienen zahlreiche Abbildungen von tatsächlichen Auftragsarbeiten zu verschiedenen Themen der Architekturfotografie.

ISBN/EAN: 9783832803698 (Bildner Verlag)

Format: 190 x 237 mm | Hardcover

Seitenanzahl: 320 Seiten

Autor: Patrick Zasada (Architekturfotografie-Frankfurt)

Das Buch zur Architektur- & Immobilienfotografie für Fortgeschrittene von Patrick Zasada (Bildner Verlag)

Das Buch zur Architektur- & Immobilienfotografie für Fortgeschrittene von Patrick Zasada (Bildner Verlag)


Inhalt

 

Architekturfotografie Tipps

Über die Symmetrie und Aussage der Architektur

Die Immobilien- und Architekturfotografie stellt eines der anspruchsvollsten Genres der Fotografie dar. Bauliche Formen gekonnt abzubilden erfordert ein durchdachtes Vorgehen, um den optimalen Standort mit maximaler Symmetrie und inhaltlicher Aussagekraft zu finden. Aus diesem Grund stellt Patrick Zasada die häufigsten Fehler vor, welche es bei der Bildgestaltung zu vermeiden gilt. - Ein kleiner Vorgeschmack auf das Buch zur Architekturfotografie

Aus dem Fotografie Buch: Weniger ist oft mehr. Durch eine geringe Entfernung und das zeigen bestimmter Ausschnitte wirkt Architektur oft spannender  Nikon D810 | ISO 64 | Brennweite 20mm (Voigtländer 20mm 3.5) | Blende 6.3 | Belichtungszeit 1/200 Sek

Aus dem Fotografie Buch: Weniger ist oft mehr. Durch eine geringe Entfernung und das zeigen bestimmter Ausschnitte wirkt Architektur oft spannender

Nikon D810 | ISO 64 | Brennweite 20mm (Voigtländer 20mm 3.5) | Blende 6.3 | Belichtungszeit 1/200 Sek

Die Architektur umgibt uns überall und wir haben es nahezu täglich mit ihr zu tun. Obwohl Sie unseren Alltag prägt und wir nahezu permanent von Architektonischen Baukörpern umgeben sind, erscheint das Verständnis für Ihre Besonderheiten und Formen sehr abstrakt, kaum verständlich und ist nur schwer zu begreifen. Aus diesem Grunde tun sich viele Fotografen schwer damit diese gekonnt abzulichten. Die Fragen danach, welche Bauelemente ein Gebäude besonders prägen und daher gezeigt werden müssen; Welcher Standort am besten geeignet ist, um die eigene Vorstellung am besten umzusetzen und wie die Umsetzung der perfekten Bildkomposition technisch gelingen kann, lassen viele Fotografen verzweifeln.

Sehen lernen & Gedanken zum Bild 

Bevor der Auslöser betätigt wird, ist es essentiell, dass der Verwendungszweck des Bildes klar ist. Ein künstlerisches Architekturfoto welches als Bild im Wohnzimmer aufgehängt werden soll verfolgt völlig andere Ansprüche als ein Immobilienfoto für eine Werbeanzeige auf einem Buchungsportal.

Eines haben beide Ansätze jedoch gemeinsam: Das Bild sollte in der Regel optisch ansprechend wirken! Von diesem Standpunkt aus erscheint es zunächst sinnvoll auf das Thema der Bildkomposition zu verweisen. Allerdings sind der Goldene Schnitt, eine perfekte Belichtung und ein gerade ausgerichtetes Bild nicht das Wichtigste worüber sich ein Fotograf Gedanken machen sollte. Letzten Endes kommt es auf Inhalte an!


Falls ein schönes Architekturfoto die perfekte Symmetrie eines Gebäudes widerspiegeln soll, bringt es wenig, wenn der Aufnahmestandpunkt nicht mittig vor diesem war und das Gebäude somit leicht schief abgebildet erscheint. Wenn auf der anderen Seite ein Werbefoto eines modernen Bürogebäudes, mit einem besonders großen Parkplatz, erstellt werden soll, kann dieses Foto noch so schön und symmetrisch sein – sofern der Parkplatz auf dem Bild nicht deutlich wird, hätte dieses Foto sein Ziel verfehlt. Daher ist es von besonderer Relevanz darüber nachzudenken was gezeigt werden muss und was weggelassen werden kann; die Bildgestaltung kommt erst an zweiter Stelle.

Ultraweitwinkelige Aufnahmen von weniger als 15mm (auf KB) sind oft zu viel des Guten. Die etwas höhere Brennweite und der somit engere Bildausschnitt, zeigt bereits alles Wesentliche und lässt das Bild ruhiger und harmonischer wirken.  Nikon D810 | ISO 64 | Brennweite 24mm (Nikkor PC-E 24mm 3.5) | Blende 6.7 | Belichtungszeit 1/6 Sek

Ultraweitwinkelige Aufnahmen von weniger als 15mm (auf KB) sind oft zu viel des Guten. Die etwas höhere Brennweite und der somit engere Bildausschnitt, zeigt bereits alles Wesentliche und lässt das Bild ruhiger und harmonischer wirken.

Nikon D810 | ISO 64 | Brennweite 24mm (Nikkor PC-E 24mm 3.5) | Blende 6.7 | Belichtungszeit 1/6 Sek

Weniger ist Mehr! 

Wenn nicht alles aufs Bild zu bekommen ist, hat dies nur in den Extremfällen was damit zu tun, dass das Objektiv nicht weitwinkelig genug ist. Wesentlich wahrscheinlicher ist hingegen, dass der Bildausschnitt ungünstig gewählt wurde oder der Standpunkt noch nicht ideal ist. Anstatt mitten in einem leeren Raum zu stehen, sollte eher ein Standpunkt in der hintersten Raumecke gewählt werden. Bei der Wahl des Bildausschnittes sollte überlegt werden, ob es wirklich notwendig ist die Fenster und Wände vollständig abzubilden. Unter Berücksichtigung der grundlegenden Regeln der Bildkomposition, wird es selbst mit der einfachsten Kamera und dem günstigsten Kit-Objektiv möglich sein, gute Ergebnisse zu erzielen.

Ein viel größeres Problem ist hingegen das meistens viel zu viel im Bild zu sehen ist; dadurch wirkt das Bild oft unruhig und chaotisch, ohne dass es wirklich an inhaltlicher Aussagekraft gewonnen hat. Daher sollten insbesondere Anfänger versuchen Brennweiten unter 20 mm (auf KB) zu vermeiden und stattdessen näher ans Motiv herantreten. Durch die geringere Entfernung nimmt zumeist auch die räumliche Tiefenwirkung zu und das Bild wirkt spannender!

Bewegung ist gefragt!

Aus Augenhöher wirken viele Bilder oft langweilig, besonders Tiefe und bodennahe Perspektiven wirken hingegen dynamischer. Mehr Tipps zum Fotografieren lernen finden sich im Buch.  Nikon D800E| ISO 80 | Brennweite 24mm (Nikkor PC-E 24mm 3.5) | Blende 6.7 | Belichtungszeit 1/13 Sek

Aus Augenhöher wirken viele Bilder oft langweilig, besonders Tiefe und bodennahe Perspektiven wirken hingegen dynamischer. Mehr Tipps zum Fotografieren lernen finden sich im Buch.

Nikon D800E| ISO 80 | Brennweite 24mm (Nikkor PC-E 24mm 3.5) | Blende 6.7 | Belichtungszeit 1/13 Sek

Die Bewegung ist ein besonders wichtiger Faktor, wenn es darum geht, die perfekte Perspektive zu ermitteln. Dabei ist ein Stativ oft vom Nachteil. Wenn ein Stativ direkt aufgebaut wird, so steht es erst einmal. Viel wird dann in der Regel nicht mehr optimiert. Ggf. wird der Stativkopf etwas gedreht und der Bildausschnitt verschoben. Eventuell wird auch die Brennweite am Objektiv geändert. Das Stativ wird in der Regel aber nicht mehr verschoben. Dies führt dazu, dass die Perspektive nicht verbessert werden kann und das Arbeiten mit der Schritt-für-Schritt Herangehensweise nicht möglich ist. Die Bilder werden also eher schlechter, wenn das Stativ sofort genutzt wird. Viel besser ist es hingegen so viele Perspektiven wie möglich aus der Hand, ohne Stativ, auszuprobieren und sich an die Idealpositionen langsam heranzutasten. Dabei sollten Tiefe Perspektive, Symmetrische Ansichten aus „Halber Raumhöhe“, oder Eckansichten von den Winkelhalbierenden aus probiert werden. Erst wenn klar ist, welche Positionen die schönsten Perspektiven bieten, können die persönlichen Favoriten mit einem Stativ wiederholt werden. Nun können längere Belichtungszeiten ausprobiert werden, bestimmte Filter genutzt oder den Bildausschnitt noch präziser eingestellt werden. Das Stativ ist also nicht der erste, sondern der letzte Schritt.

Bewegung ist gefragt! Zu Änderung des Bildausschnittes sollte nicht die Kamera geneigt werden, stattdessen muss die Höhe der Kameraposition angepasst werden, da das Bild ansonsten nicht gerade ausgerichtet ist.  Nikon D810 | ISO 320 | Brennweite 21mm (Tamron 15-30 2.8 VC SP G2) | Blende 5.6 | Belichtungszeit 1/25 Sek

Bewegung ist gefragt! Zu Änderung des Bildausschnittes sollte nicht die Kamera geneigt werden, stattdessen muss die Höhe der Kameraposition angepasst werden, da das Bild ansonsten nicht gerade ausgerichtet ist.

Nikon D810 | ISO 320 | Brennweite 21mm (Tamron 15-30 2.8 VC SP G2) | Blende 5.6 | Belichtungszeit 1/25 Sek

 
Eine Standortwahl welche „mittig“ vor einer Kante, bzw. auf der Winkelhalbierenden einer Ecke liegt, sorgt für ein symmetrisches Erscheinungsbild, da beide Gebäudehälften in etwa gleich dominant wirken. (Aus dem Fotografie Buch)  Nikon D800 | ISO 100 | Brennweite 19mm (Tamron 15-30 2.8 VC SP G2) | Blende 7.1 | Belichtungszeit 1/400 Sek

Eine Standortwahl welche „mittig“ vor einer Kante, bzw. auf der Winkelhalbierenden einer Ecke liegt, sorgt für ein symmetrisches Erscheinungsbild, da beide Gebäudehälften in etwa gleich dominant wirken. (Aus dem Fotografie Buch)

Nikon D800 | ISO 100 | Brennweite 19mm (Tamron 15-30 2.8 VC SP G2) | Blende 7.1 | Belichtungszeit 1/400 Sek

Auch ist eine hohe Bildsymmetrie meist von Vorteil, diese hängt allerdings von zweierlei Faktoren ab: Vom Bildausschnitt, welcher sich über die Drehung und Neigung der Kamera, sowie durch die Brennweite, steuern lässt. Und von der Perspektive bzw. der Standortwahl, welche ausschließlich durch die Bewegung des Fotografen geändert werden kann. Zentrale Frontalperspektiven mittig vor einem Gebäude, oder Eckansichten direkt auf der gedanklichen Winkelhalbierenden stellen oft gute Ausgangspunkte dar. Das Spiel mit Fluchtpunkten und der Anwendung der Drittelregel auf diese. Aber auch tiefergehende Tipps zur Bildkomposition, wie das Schaffen von Parallelen, aufsteigenden Linien und Eckläufern werden wesentlich ausführlicher in meinem Buch oder bei privaten Fotoworkshops in Frankfurt behandelt.

 
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